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Reiseverband (DRV) enttäuscht über neue Überbrückungshilfen

Artikel in fvw von Lutz Schmidt vom Freitag, 12. Juni 2020

Der DRV-Präsident zeigt sich herb enttäuscht von den durch das Kabinett beschlossenen Überbrückungshilfen. Gerade für kleine und mittelständische Reiseveranstalter müsse endlich das drängende Problem der Kundengeld-Rückforderungen angegangen werden.

Kaum ein gutes Haar lässt DRV-Präsident Norbert Fiebig an dem neuen Kabinettsbeschluss zu weiteren Corona-Hilfen. Einzige Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Beschluss im Koalitionsausschuss sei, dass eine Pauschale für Personalaufwendungen und für rückgebuchte Provisionen bei der Förderkalkulation berücksichtigt werden könne. „Es ist sehr begrüßenswert, dass der Bund die Definition der Fixkosten etwas breiter fasst“, sagt Fiebig. „Durch die Einbeziehung einer Personalkosten-Pauschale sowie der Provisionen werden die Hilfen, insbesondere für die vielen mittelständischen Reisebüros, höher ausfallen.“

Allerdings sei das Förderpaket viel zu eng geschnitten – „weder passgenau noch ausreichend“. Allein die Begrenzung auf lediglich drei Monate seit enttäuschend. „Das reicht definitiv nicht aus. Hier muss nachgebessert werden“, verlangt Fiebig.

Doch es kommt noch ärger. „Für kleine und mittelständische Reiseveranstalter ist das Paket eine herbe Enttäuschung“, bianziert der DRV-Präsident. „Das drängende Problem der Kundengeld-Rückforderungen packt die Bundesregierung überhaupt nicht an.“ Dabei bräuchte es nur einer staatlich abgesicherten Kreditlinie der KfW, „mit der auf unbürokratischem Wege Kundenforderungen beglichen und später durch die Unternehmen zurückgezahlt werden können“, meint Fiebig.

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