Wann kann man wieder nach Thailand reisen? Es tut sich etwas!

Diese Videosequenz habe ich vor einem Jahr am Mai Khao Beach auf Phuket aufgenommen. Wann werden wir wohl wieder nach Thailand reisen können?

 

Liebe Thailand-Freunde,

noch ist nicht klar, wann und unter welchen Bedingungen Thailand seine Grenzen für Touristen wieder öffnen wird. Aber die gute Nachricht ist: Es tut sich etwas!

Nach langem Schweigen zum Thema Tourismus gibt es jetzt auch positive Signale vom thailändischen Premierminister Prayut Chan-o-cha. Er unterstützt das „Phuket Model“ und hat seine Zustimmung signalisiert. „Wir werden einer kleinen Anzahl ausländischer Besucher erlauben, zuerst unser System zu testen“, sagte Premierminister Prayut Chan-o-cha am Mittwoch (26.8.2020). „Wir müssen etwas tun, damit sich die Situation nicht verschlechtert, wenn Unternehmen schließen und Menschen Arbeitsplätze verlieren.“

Die Provinzregierungen machen ebenso Druck, wie Hotel- und Tourismusverbände. Ende September laufen zudem die Hilfsprogramme für viele Mitarbeiter der Tourismusbranche aus.

Besonders ernst ist die Lage auf Koh Samui
90% aller Gäste vor der Pandemie waren Ausländern. Die meisten von Ihnen blieben eine längere Zeit auf der Insel. Im Moment kommen nur wenige thailändische Touristen nach Samui und bleiben im Durchschnitt gerade mal ein bis 2 Tage.

Der Präsident des Tourismusverbandes von Koh Samui, Worasit Phong-amphan, sagte, die Lockerung des Reiseverbots sei für das Überleben des Tourismussektors der Insel von entscheidender Bedeutung und werde dazu beitragen, viele Unternehmen wiederzubeleben.

Herr Worasit betonte, er werde die Tourismusunternehmer auf Koh Samui beim Treffen mit dem Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA) vertreten. „Wir haben unseren Plan für die Rückkehr ausländischer Touristen vorbereitet, um ihn der CCSA vorzustellen, und wir hoffen, dass sie uns grünes Licht geben“, sagte er.

Die angedachten Projekte können als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden, auch wenn sie noch lange nicht den früheren Normalzustand einer Reisefreiheit herbeiführen werden.

Gerade in Thailand gilt es die Bevölkerung zu überzeugen, denn die Angst vor Covid-19 ist dort besonders groß, obwohl oder gerade weil das Land bisher sehr gut mit der Pandemie fertig wurde und es insgesamt nur 58 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gab.

Das „Phuket Model“ für Langzeit-Urlauber als Testphase

Besonders in den Regionen in denen der Tourismus eine besonders wichtige Einkommensquelle für die Bevölkerung darstellt, werden die Rufe nach einer Öffnung für ausländische Touristen immer lauter, allen voran auf den Inseln Phuket und Koh Samui.

Das „Phuket Model“ soll nach Plänen der Regierung ab Oktober 2020 starten. Es soll zugleich als Pilotprojekt dienen. Der Plan sieht vor, dass ausländische Touristen 14 Tage lang in einem ausgewiesenen Gebiet mit einem Radius von 1 km auf der Insel bleiben dürfen, bevor sie in andere Gebiete der Provinz Phuket reisen können, wenn sie auf das Virus negativ getestet wurden.

Wenn sie die Insel Phuket verlassen wollen, müssen sie dort vorher weitere sieben Tage bleiben. Generell richtet sich das Projekt an Gäste die länger in Thailand bleiben wollen. Es wird im Moment diskutiert, ob es einen Mindestaufenthalt von 3 oder 4 Wochen geben soll. Zudem ist ein spezielles Langzeit-Touristen-Visa im Gespräch. Dieses soll 90 Tage gültig sein und kann zweimal verlängert werden. Man könnte dann als Langzeit-Urlauber bis zu 270 Tage in Thailand bleiben

Der stellvertretende Gouverneur von Phuket Pichet Panapong sagte, die Provinz habe Maßnahmen vorbereitet, damit sie als Pilotprovinz dienen könne, um ausländische Touristen im Rahmen des  Alternative Local State Quarantine System wieder willkommen zu heißen.

Ausländer, die nach Phuket reisen, müssen von der thailändischen Botschaft in ihrem Herkunftsland die Erlaubnis erhalten, das Königreich zu betreten und sich an bestimmten Orten 14 Tage lang in Quarantäne zu halten. Sie müssen 72 Stunden vor Reiseantritt einen negativen Test auf Covid-19 durchführen und über eine Reise-Krankenversicherung mit einer Deckungssumme in Höhe von mindestens 100.000 US-Dollar verfügen.

Sofern das Model auf Phuket erfolgreich läuft, soll es auf sechs weitere Regionen, unter anderem auch Koh Samui, Chiang Mai, Chiang Rai und Pattaya ausgedehnt werden.

Wenn Sie bezüglich der Reisemöglichkeiten für Thailand und Südostasien auf dem Laufenden bleiben wollen, dann melden Sie sich bitte im VIP-Verteiler von Asia Tours Travel an. Vielen Dank!

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Ihr Georg Schuster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielleicht brauchen wir gar keine Impfung gegen Covid-19?

Bei aller Aufregung um das Thema Covid-19 ist eine Tatsache unbestritten, nämlich das 80 – 90% der Infektion mild verlaufen und die positiv getesteten Personen nur leichte Symptome wie etwas Husten oder leichtes Fieber haben. Eine Reihe von Personen berichten sogar von keinen Symptome und werden nur durch den kurzzeitigen Verlust der Geruchs- und Geschmackssinn darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmt. Die weltweite Statistik von Worldometers zu Covid-19 zeigt in die gleiche Richtung. 99% der aktiven Fälle werden dort als „mild“ eingestuft.

https://www.google.com/search?client=safari&rls=en&q=worldometers+corona&ie=UTF-8&oe=UTF-8

 

Warum ist das so? Für Professor Sucharid Bhakdi ist dieser Umstand ein klares Indiz dafür, dass es bereits eine Grundimmunität in den meisten menschlichen Körpern gegen diesen Virustyp gibt. Diese beruht nicht so sehr auf Antikörper sondern ist auf eine Kreuzimmunität über die Lymphozyten (T-Helfer-Zellen und Killerzellen) zurückzuführen, so seine These. Zwei neuere Studien zu diesem Thema sprechen klar für diese Annahme. An einer weiteren umfassenden Studie zu diesem Thema wird gerade in Deutschland gearbeitet.

Wenn nun aber 80-90% der Bevölkerung bereits eine Immunität gegen das Virus SarS-Cov-2 haben, welchen Sinne macht dann eine Schutzimpfung deren Nebenwirkung heute noch keiner vorhersehen kann, so die logische Frage von Professor Bhakdi?

Auf Radio München ist dazu ein interessanter Podcast erschienen. Machen Sie sich selbst schlau und hören Sie rein, wenn Sie dieses Thema interessiert.

Zur Info:
Professor Sucharid Bhakdi ist ein deutscher Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, war selbst an Impfentwicklungen beteiligt und ist emeritierter Professor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und war dort von 1991 bis 2012 Leiter des dortigen Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene.
Links:

Insolvenzantrag der Asia Tours GmbH

Liebe Kunden, liebe Freunde!

Leider hat Covid-19 am Ende unserem Unternehmen die Luft zum Atmen genommen. Unser Geschäftsführer Herr Thitipong Kosan musste daher am 2.7.2020 beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag stellen. 

Hier finden Sie die Video-Erklärung von Herr Kosan:

Über die weiteren Schritte werden wir Sie auf dieser Blogseite informieren, ebenso wer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde.

Über die weiteren Schritte werden wir Sie auf dieser Blogseite informieren, ebenso wer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde.

Für Ansprüche aus Reisen und Gutscheinen wenden Sie sich bitte an die Insolvenzversicherung der Asia Tours GmbH:

R+V Allgemeine Versicherung AG, Raiffeisenplatz 1, 65189 Wiesbaden
E-Mail: info@ruv.de

Die einfachste Art, Schäden zu melden ist über das Online-Meldeformular der R&V Versicherung unter: https://www.ruv.de/service/schadenservice/schadenmeldung-reise


Liebe Kunden, liebe Freunde!

Lassen Sie uns noch einige Anmerkung zur Sache machen. Bis Dezember 2019 war unsere Welt noch in Ordnung. Dann kam Corona. Der Prozess der letzten Monate war eine emotionale Berg- & Talfahrt. Wir haben alles versucht, um 16 Jahre Unternehmensgeschichte und die erfolgreiche Aufbauarbeit eines Spezialreiseveranstalters für Südostasien zu retten. Am Ende müssen wir nun leider die Segel streichen und uns geschlagen geben. Die Gründe für die Insolvenz haben wir weiter unten zusammengestellt.

Die Entwicklung tut uns sehr leid und wir möchten uns bei allen betroffenen Kunden für die Unannehmlichkeiten die damit nun entstehen, entschuldigen.

Wir möchten uns bei Ihnen, den vielen Gästen von Thailand Tours und Asia Tours der letzten 16 Jahre, ganz herzlich für Ihre Treue, Anregungen und Unterstützung bedanken, insbesondere bei den vielen Stammkunden mit denen sich über die Zeit sehr schöne und herzliche Geschäftsfreundschaften entwickelten.

Wir werden nicht aufgeben. Corona wird hoffentlich bald vorbei sein. Dann werden wir uns wiedersehen. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und viele Gesundheit!

das Team der Asia Tours GmbH

PS: Unsere thailändische Partnerfirma Asia Tours Travel & Service (Thailand) Co. Ltd. ist von dieser Insolvenz nicht betroffen da sie bisher lediglich als örtliches Serviceunternehmen (DMC) für die Asia Tours GmbH tätig war und keine Reiseleistungen an Kunden verkaufte.

Gründe für die Insolvenz der Asia Tours GmbH

  • Massiver Umsatzrückgang wegen der Corona-Krise seit Jahresbeginn minus 22% im Januar, minus 46% im Februar und vom März wollen wir gar nicht reden
  • Weltweite Reisewarnung der Bundesregierung – Absage aller Reisen bis Ende Juni 2020
  • im April keine Anfragen, ab Mitte Mai gibt es wieder Anfragen aber nur sehr wenige neue Buchungen
  • Ausbleibende Rückzahlungen der Airlines für abgesagte Flüge
  • trotz Reisewarnung stornieren Airlines Flüge nur gegen Stornogebühr für die Zeit wo sie noch geflogen sind, es aber schon eine Reisewarnung gab
  • Keine Erstattung abgesagter Flüge von einer Reihe von Low-Cost-Airlines wie z.B. Air Asia, Thai Smile, Laos Airlines, Nok Air etc.
  • Keine Rückzahlung diverser Leistungsträger wie Heritage Line in Vietnam, DMC Focus Asia, Khiri Travel Sri Lanka und anderen – alle geben nur Gutschriften und wollen das mit zukünftigen Buchungen verrechnen
  • Jedoch 100% Rückzahlungspflicht für die Asia Tours GmbH gegenüber den Kunden laut EU-Pauschalreiserichtlinie
  • Gutscheinlösung zur Rettung der mittelständischen und kleinen Reiseveranstalter wie von der Bundesregierung beschlossen wird von der EU abgelehnt
  • Ebenso gibt es keinen Rettungsfond wie von Tourismusbeauftragten der Bundesregierung Thomas Bareiß und verschiedenen Parteien, wie z.B. der FDP, gefordert
  • unsere monatlichen Kosten für 4 Büros, Lizenzen, Internet, Websites etc. und die Lohnkosten für Mitarbeiter die nicht in Kurzarbeit sind, laufen weiter – jedoch stehen dem kaum noch Einnahmen gegenüber
  • Büro in München wurde gekündigt, Mietvertrag läuft aber noch bis 30.06.2020 – Vermieter ist nicht bereit uns entgegenzukommen
  • Fernreisen werden von Politikern wie Maas, von der Leyen, Söder und anderen öffentlich in weite Ferne gerückt. Damit wird ein Signal gesetzt das heißt „bitte nicht buchen“. Es ist daher nicht absehbar und planbar, wann bei uns das Geschäft wieder los gehen kann.
  • Kaum neue Anfragen, auch nicht für weit in der Zukunft liegende Reisen
  • KfW-Schnellkredit ist erst für Unternehmen ab 10 Mitarbeitern interessant. Nur ab dieser Größe gibt es eine 100% Haftungsfreistellung. Die Asia Tours GmbH hat zwar 15 Mitarbeiter, aber einige davon in Teilzeit, so das wir nur auf 9 Vollzeitmitarbeiter kommen. Daher können wir dieses Programm nicht nutzen.
  • Alternative KfW- oder Lfa-Kreditprogramme sind nur gegen persönliche Bürgschaften jedes einzelnen Gesellschafters über die gesamte Kreditsumme möglich. Das kommt in der aktuellen Coronakrise und der unsicheren Zukunft für die Touristikbranche für die Gesellschafter der Asia Tours GmbH nicht in Frage.
  • Verlängerung der Reisewarnung bis Ende August 2020 vernichtet auch noch unser Sommergeschäft
  • Kunden sind weiterhin verunsichert. Vereinzelte Anfragen, aber nur für 2021 und meist unter Vorbehalt
  • Thai Airways, im Moment unser größter Schuldner, meldet ebenfalls Insolvenz an und verliert den Status als Staatsunternehmen. Die Airline teilt mit, dass die Rückerstattung von nicht benutzen Tickets wohl nicht vor 6 Monaten möglich ist. Letztendlich ist nicht klar, ob die Airline überhaupt etwas zurückzahlen wird oder lediglich Gutschriften aushändigt.
  • 75% unseres Umsatzes machen wir mit Reisen nach Thailand – hier wird eine Grenzöffnung aber auch immer weiter nach hinten verschoben. Die Flughäfen sind für internationale Passagierflüge bis 30.06.2020 komplett geschlossen. Für Touristen aus Europa wird die Einreise nicht vor September oder Oktober 2020 möglich sein. Und dann unter Auflagen. Wer will da noch reisen?
  • Auch bis Ende Juni 2020 haben wir immer noch keine Rückzahlungen von den Airlines erhalten
  • Wir bieten unseren Kunden deren Reisen abgesagt wurde ab Mitte Juni Covid-19-Reisegutscheine gemäß dem Beschluss der Bundesregierung auf freiwilliger Basis an. Die meisten Kunden wollen aber sofort Ihr Geld zurück und akzeptieren den Gutschein nicht. Die Rückzahlungsforderungen übersteigen die Möglichkeiten der Asia Tours GmbH.

Reiseverband DRV: Flugtickets in Höhe von 4 Mrd. Euro noch nicht erstattet

Bericht aus der fvw von dpa vom 16.6.2020

Viele Verbraucher warten noch auf die Erstattung der Flugkosten für Reisen, die sie wegen der Corona-Krise nicht antreten konnten.

Die Rückerstattung läuft schleppend – dies hatte kürzlich auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit Verweis auf die große Anzahl der Stornierungen eingeräumt. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) geht es allein in Deutschland um Flugtickets im Wert von rund vier Milliarden Euro.

Diese Stornierungen würden aktuell von den Fluggesellschaften nicht bearbeitet und könnten damit auch nicht an die Kunden zurückgezahlt werden, sagte eine DRV-Sprecherin der „Bild“. Nicht nur die Reisenden warteten auf ihr Geld. „Die Folgen dieses Verhaltens der großen Fluggesellschaften sind für die für den Flugticketverkauf lizenzierten Vertriebspartner existenzbedrohend. Sie geraten in eine wirtschaftliche Notlage, weil die Fluggesellschaften ihrer Verpflichtung zur Rückzahlung nicht oder nur zögerlich nachkommen.“

Spohr hatte sich vor gut einer Woche bei den Kunden entschuldigt, die ihr Geld für stornierte Tickets noch nicht zurückbekommen haben. Die Ressourcen seien deutlich erhöht worden, um die Abwicklung zu beschleunigen. So gebe es mehr Personal in den Call-Centern. In den nächsten sechs bis acht Wochen solle der Rückzahlungsstau abgearbeitet sein.


Anmerkung der Asia Tours GmbH: Auch wir warten noch auf die Rückerstattung von Flugtickets in Höhe von gut 150000 €. Dabei entfallen der Löwenanteil auf Thai Airways, Emirates, Singapore Airlines und Lufthansa. Lediglich Bangkok Airways und Qatar Airways haben uns einen Teil der eingereichten Tickets schon erstattet.

Reiseverband (DRV) enttäuscht über neue Überbrückungshilfen

Artikel in fvw von Lutz Schmidt vom Freitag, 12. Juni 2020

Der DRV-Präsident zeigt sich herb enttäuscht von den durch das Kabinett beschlossenen Überbrückungshilfen. Gerade für kleine und mittelständische Reiseveranstalter müsse endlich das drängende Problem der Kundengeld-Rückforderungen angegangen werden.

Kaum ein gutes Haar lässt DRV-Präsident Norbert Fiebig an dem neuen Kabinettsbeschluss zu weiteren Corona-Hilfen. Einzige Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Beschluss im Koalitionsausschuss sei, dass eine Pauschale für Personalaufwendungen und für rückgebuchte Provisionen bei der Förderkalkulation berücksichtigt werden könne. „Es ist sehr begrüßenswert, dass der Bund die Definition der Fixkosten etwas breiter fasst“, sagt Fiebig. „Durch die Einbeziehung einer Personalkosten-Pauschale sowie der Provisionen werden die Hilfen, insbesondere für die vielen mittelständischen Reisebüros, höher ausfallen.“

Allerdings sei das Förderpaket viel zu eng geschnitten – „weder passgenau noch ausreichend“. Allein die Begrenzung auf lediglich drei Monate seit enttäuschend. „Das reicht definitiv nicht aus. Hier muss nachgebessert werden“, verlangt Fiebig.

Doch es kommt noch ärger. „Für kleine und mittelständische Reiseveranstalter ist das Paket eine herbe Enttäuschung“, bianziert der DRV-Präsident. „Das drängende Problem der Kundengeld-Rückforderungen packt die Bundesregierung überhaupt nicht an.“ Dabei bräuchte es nur einer staatlich abgesicherten Kreditlinie der KfW, „mit der auf unbürokratischem Wege Kundenforderungen beglichen und später durch die Unternehmen zurückgezahlt werden können“, meint Fiebig.

Das Geld geht an die Großen und viele der kleinen und mittleren Touristikunternehmen werden in die Insolvenz getrieben (26.5.2020)

Liebe Kunden,
Liebe Freunde,

sicher haben Sie gehört, dass jetzt auch die Lufthansa Hilfen vom Staat bekommen wird. Natürlich nicht nur KfW-Kredite, sondern zudem einen Zuschuss als stille Einlage über 4,7 Milliarden Euro über den staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Insgesamt erhält die Airline ca. 9 Milliarden Euro vom Steuerzahler.

Die staatliche Förderbank KfW und die TUI Group haben schon im April den Vertrag für einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,8 Mrd. Euro unterschrieben. Die Rewe Group hat sich mit einer vorsorglichen Kreditlinie ihre Liquiditätsreserven auf 2,5 Mrd. Euro erhöht. Der Reiseveranstalter FTI aus München erhielt ebenfalls schon im April Rückendeckung in der Krise. Mit Bürgschaften von Bund und Bayern wurde ein Finanzierungspaket für die kommenden zwölf Monate erarbeitet.

Es geht uns hier nicht um Neid und es ist gut, dass man Unternehmen in dieser Krise hilft. Auch wenn man sich fragen kann, warum Unternehmen Milliarden als Zuschuss bekommen die jahrelang ebenso viele Milliarden Gewinn gemacht haben.

Was ist aber mit den vielen kleinen und mittelständischen Reisebüros und Reiseveranstaltern? Warum werden wir im Regen stehen gelassen? Mit Gerechtigkeit oder gar Chancengleichheit hat das nichts zu tun.

Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn sich die Asia Tours GmbH demnächst in die Liste der insolventen Reiseunternehmen einreihen muss. Durch die Covid-19-Krise und deren Folgen wie Corona-Shutdown und internationale Reisewarnung wurde uns die Geschäftsgrundlage entzogen. Wie sollen wir also Kosten für viele Monate schultern ohne Einnahmen und irgendein praktikables Hilfsprogramm? Trotz Kurzarbeit müssen sich einige unserer Mitarbeiter um die Abwicklung der abgesagten Reisen kümmern. Das kostet Geld, ebenso wie die allgemeinen Betriebskosten für unsere vier Büros die weiterhin monatlich anfallen.

Übrigens haben wir bis heute immer noch keine Rückzahlungen der Airlines für zur Erstattung eingereichte Tickets erhalten. Auch nicht von der Lufthansa! Es fehlt uns da nach wie vor insgesamt ein sechsstelliger Betrag. 

Nun soll die weltweite Reisewarnung am 15.6.2020 zum Teil aufgehoben werden. Interessanterweise spricht man aber nur von europäischen Zielen. Für Länder wie Thailand und andere Ziele in Südostasien wird die Reisewarnung offensichtlich bestehen bleiben, obwohl es hier so gut wie keine Corona-Fälle mehr gibt. Somit wird unser Geschäft weiterhin blockiert, selbst dann, wenn unsere Zielgebiete wieder ausländische Gäste unter Auflagen akzeptieren werden.

DRV-Präsident Norbert Fiebig stellte bereits Ende April fest: „Die Reisewirtschaft ist ein ökonomisches Schwergewicht in Deutschland. Allein bis Ende April sind bereits über 4,8 Mrd. Euro Umsatzausfälle zu beklagen. Es ist zu befürchten, dass die Mehrheit der 11.000 Reisebüros und über 2300 Reiseveranstalter diese existenzielle Bedrohung durch die Corona-Pandemie nicht überstehen und damit Zehntausende von Arbeitsplätzen verloren gehen, wenn die Bundesregierung nicht bald einen Schutzschirm über die Branche spannt.“

Konkrete Hilfsmaßnahmen gibt es bis heute nicht. Und auch der diskutierte Rettungsfonds scheint nur wieder eine Luftnummer zu werden, wie auch schon die angedachte verpflichtende Gutscheinlösung.

America-Unlimited-Chef Timo Kohlenberg kritisiert, dass die Politik über Kaufprämien für Autos nachdenkt, statt der Reisewirtschaft wirksam beizuspringen. Er stellt außerdem fest: Die kleinen Pakete helfen uns als Veranstalter mit 25 Mitarbeitern kaum. Hier in Niedersachen haben wir über die landeseigene NBank die Möglichkeit, 20.000 Euro als Soforthilfe zu bekommen. Diese sind bei uns in ein bis zwei Tagen ausgegeben. Ähnliche Programme gibt es noch mal über die Stadt Hannover. Ansonsten bleiben für Firmen unserer Größe nur die KfW-Programme mit 90 oder 100 Prozent Haftungsausschluss.
Leider verlangen die Hausbanken meist hohe private Sicherheiten oder Bürgschaften von den Inhabern. 90 bis 100 Prozent Haftungsausschluss heißt also nicht, dass wir von der Haftung freigestellt werden, wie es in der Presse und von der Politik gern rübergebracht wird. Hier gibt die Politik der Hausbank praktisch einen Blankoschein, die Hausbank gibt ihn aber nicht weiter. Es kann doch nicht sein, dass man auch noch privat reingezogen werden könnte.

Auch der Bundesverband der Tourismuswirtschaft fordert einen Rettungsschirm und kritisiert:
„Der von der Bundesregierung beschlossene Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) helfe kaum, da 97 Prozent der Unternehmen der Tourismuswirtschaft weniger als 20 Beschäftigte zähle und somit für den WSF nicht in Frage kommen. Der gesamten Tourismuswirtschaft werden in diesem Jahr mehr als 100 Mrd. Umsatz fehlen“ prognostiziert BTW-Präsident Michael Frenzel. „Die aktuellen Kreditprogramme führten bei den allermeisten Unternehmen in die Überschuldung. Daher brauchen wir einen Rettungsfonds der hilft, Verluste von mindestens 16 Mrd. Euro abzufangen. Es stehen mehr als 1,2 Mio. Arbeitsplätze auf dem Spiel“, so Frenzel.
Der Verband verweist darauf, dass vier Prozent der Gesamtwertschöpfung auf die Querschnittsbranche Tourismus entfallen und die Branche inklusive des deutschen Gastgewerbes rund drei Millionen Menschen beschäftige.

Grünen-Politiker Markus Tressel wirbt für eine schnelle finanzielle Unterstützung der Touristik. „Uns läuft die Zeit davon“, sagt er mit Blick auf den für die Branche dringend benötigten Hilfsfonds. Einen Plan, der unter anderem umfangreiche Hilfen für kleinere Betriebe und ein Modell zur künftigen Insolvenzabsicherung umfasste, hatten die Grünen entworfen. Doch bevor Die Grünen ihren Vorschlag im Bundestag vorstellen konnten, wurde er von den regierenden Parteien abgeschmettert.

Wir werden bald sehen, wohin der Weg führt. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen alles Gute!

Thailand fast Covid-19 frei – heute nur noch 2 neu Infizierte

Schon seit Tagen ist die Zahl der neu infizierten Menschen mit Covid-19 in Thailand im einstelligen Bereich. Heute am 12.5.2020 wurden nur 2 neue Fälle registriert. Insgesamt werden noch 163 Personen im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 56.

46 Provinzen wurden als Covid-19-Frei erklärt, da es dort seit 28 oder mehr Tagen keine neuen Fälle mehr gegeben hat.

Dennoch gelten im ganzen Land weiterhin die Schutzmaßnahmen wie „Abstand halten“ und „Hände waschen bzw. desinfizieren“. Eine generelle Maskenpflicht gibt es nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber nicht generell. Dennoch trägt beispielsweise hier in Bangkok eigentlich jeder einen Nasen- & Mundschutz. Bestimmte Geschäfte wie z.B. 7-eleven, Märkte und auch öffentliche Parks können nur mit Schutzmaske betreten werden und man muss sich die Hände vorher desinfizieren.

Ebenso sind die großen Kaufhäuser und Shopping-Malls sowie diverse andere Einrichtungen wie z.B. Beautysalons und Massage-Shops noch geschlossen. Nur kleine Geschäfte und Restaurants dürfen seit einigen Tagen unter Auflagen wieder öffnen.

Ab Sonntag 17.5.2020 soll Lockdown deutlich gelockert werden
Nach den gestrigen Informationen von Dr. Taweesin Visanuyothin, dem Sprecher des „Government’s Centre for Covid-19 Situation Administration“ geplant, ab Sonntag 17.5.2020 alle Geschäfte und Einkaufszentren wieder öffnen zu lassen. Massage-Salons dürfen ebenfalls wieder Kunden empfangen, aber vorerst nur zur Fußmassage. Auch die Einschränkungen für Restaurants, keinen Alkohol verkaufen zu dürfen, sollen dann wegfallen.
Weiter geschlossen bleiben Clubs, Diskotheken, Nachtlokale, Bars, Entertainment-Einrichtungen (Nightlife), Box- und Fußballstadions und Schwimmbäder.

Alles in allem kann man sagen, das Thailand bisher recht gut durch die Corona-Pandemie gekommen ist und im Vergleich mit uns in Europa sich glücklich schätzen kann.

Fallzahlen der WHO

Aerticket: Airlines sollen Kunden nicht verprellen

Ein Beitrag aus der Wochenzeitung touristik aktuell vom 6.5.2020

Der Flugticket-Großhändler Aerticket prangert die Praxis der Fluggesellschaften an, die rechtswidrig eine Erstattung der Gelder verweigern. „Selbstverständlich haben wir Verständnis für Liquiditätsprobleme, die haben wir auch“, so Aerticket-Gründer und Geschäftsführer Rainer Klee. Aber so wie man bei Aerticket Lösungen im Kleinen gefunden habe oder Reserven nutze, „so müsste jede Airline längst im Großen einen Weg zu Zuschüssen, Beteiligungen, Kapitalerhöhungen usw. gefunden haben, die ihr erlauben, ihren Kunden die Tickets zu erstatten“.

Gleichzeitig fordert Klee von der Flugbranche mehr Kreativität bei der Gutscheinlösung und gleichzeitig die Reisebranche zum gemeinsamen Handeln auf. Man unterstütze die Gutscheinlösung und promote diese auch aktiv. Vor allem, wenn damit ein finanzieller Vorteil für die Kunden verbunden ist.

„Unserer Meinung nach hat es jede Airline selbst in der Hand, Anreize in Form von Gutscheinen, Rabatten, Hotelvouchern, kostenlosem Zugang zur Lounge etc. anzubieten“. Seien die Anreize attraktiv genug, dann würden 80 Prozent der Kunden diese auch akzeptieren, so dass lediglich für 20 Prozent eine Auszahlung organisiert werden müsste. „Leider passiert hier viel zu wenig“, bedauert Klee.

Der Ticketgroßhändler hat laut Klee in der vergangenen Woche seine Kunden zum Thema „Gutscheine oder Erstattung“ befragt und knapp 1.000 Antworten ausgewertet. Demnach fordern Reisebüros die Fluggesellschaften dringend dazu auf, sich an das Gesetz zu halten und die Tickets zu erstatten.

Vor allem die Veranstalter zeigten kein Verständnis für die Verweigerungshaltung der Airlines. Schließlich hätten sie selbst gerade massive Probleme, da sie ihren Kunden innerhalb von 14 Tagen den Reisepreis zurücküberweisen müssten. Dennoch würde die Mehrheit der Reisebüros die Carrier dabei unterstützen, den Kunden auf freiwilliger Basis überwiegend Gutscheine anstelle einer Erstattung anzubieten. Aus Sicht der meisten Agenturen müssten diese Gutscheine aber mindestens zehn Prozent des Wertes als zusätzlichen Bonus umfassen.

Klees mahnt die Airlines: „Viele von euch stoßen ihre Kunden vor den Kopf und verhalten sich so, als würden sie nie wieder ab Deutschland fliegen wollen. Der Imageverlust ist enorm!“ Er fordert eine stärkere Zusammenarbeit. „Ihr bietet den Kunden attraktive Gutscheine auf freiwilliger Basis an, wir unterstützen euch und promoten die Gutscheinlösung bei den Reisebüros.“

Aerticket appelliert an die Bundesregierung, die Absicherung von Reisegutscheinen durch Bereitstellung eines Fonds zu ermöglichen. Die Gutscheine sollten bis Ende 2022 gültig sein und auf andere Personen und Routen übertragbar sein, sonst seien sie vor allem für Reiseveranstalter nahezu wertlos.

Bei Umbuchungen sei es zudem wichtig, „Cabin to Cabin“ und nicht „Class to Class“ zu erlauben, so dass wenn die ursprünglich gebuchte Buchungsklasse nicht verfügbar sei, eine höhere Buchungsklasse erlaubt sei. Letztere Forderung gehe explizit an die LH-Gruppe.